Sa
08
Okt
2011
6. Drehtag
Heute ist leider schon der letzte Drehtag. Aylin (10) erzählt uns, wie die beiden letzten Tage für sie waren.
Heute haben wir uns um 9.30 Uhr getroffen. Ela hat uns wieder gesagt, was wir heute machen werden. Und sie hat uns auch gesagt, dass heute der letzte Tag ist und dass sie deswegen traurig ist, weil es ja eine schöne Woche war und wir uns alle angefreundet haben.
Gestern und heute war ich zum ersten mal bei der Regie. Ich fand es sehr toll, was man da alles machen kann, z.B dass man bei einem Klappenschlag nicht nur einfach die Klappe schlägt, sondern auch etwas ansagen muss: "Ist die Kamera bereit?". Man liest auch vor, was auf der Klappe steht, wie z.B "Scene 19, Shot 3, Take 1". Ich und Nils haben uns mit Klappenarbeit abgewechselt.
Außerdem habe ich einen Cutter-Bericht geschrieben. Heute habe ich das auch noch einmal gemacht, sonst macht es eigentlich Matthis. Der hat heute aber geschauspielert.
Zu gestern wollte ich noch etwas sagen, denn da gab es etwas total Spannendes. Ein Pferd war da und das war total schön. Es war weiß mit schwarzen Flecken, so wie eine Kuh. Sein Name war Blue Pepper, aber alle nennen ihn Pepper. Später durften wir das Pferd auch noch füttern.
Ich finde, das war eine superschöne Drehwoche und ich werde total viele vermissen, sogar den verrückten Cihan. Ich hoffe, es hat allen genauso gefallen wie mir.
Aylin
Do
06
Okt
2011
4. Drehtag
Der 4. Drehtag ist erreicht! Carlotta (10) und Vanessa (10) aus der Ausstattung haben noch viel an den Kulissen zu tun.
Heute Morgen haben wir uns wieder in einem Kreis zusammengefunden und Lucas hat erzählt, dass heute Nachmittag die Szene im Büro des Schulleiters gedreht wird. Dann sind wir mit einem "Film ab" an die Arbeit gegangen.
Wir aus der Ausstattung sind dann gleich hoch in das Turmzimmer, das das Direktorenbüro darstellen soll. Gestern haben wir eine einfache Holzplatte in einen schicken Schreibtisch für den Schulleiter verwandelt. Dazu haben wir die Holzplatte mit Folie beklebt, die aussieht wie Nussbaumholz. Nachdem wir die Tischplatte hoch in das Turmzimmer gebracht haben, haben wir weiter das Kinderzimmer unserer Hauptrolle Flo gestaltet. Wir sind für insgesamt drei Kulissen für den Dreh zuständig: den Schulflur, das Büro und das Kinderzimmer. Bis zum Mittagessen sind wir dann damit beschäftigt gewesen, Tapete auf unsere selbstgebauten Wände zu kleistern. Um Kulissenwände zu bauen braucht man einen Holzrahmen und Pappe, wir haben Umzugskartons benutzt. Die Pappe wird dann so auf den Holzrahmen gelegt, dass sie nicht überlappt. Die Pappe wird am Holzrahmen festgetackert, natürlich verwenden wir dafür keine Klammeraffen, wie man sie in jedem Büro findet. Der Tacker, den wir benutzen, kommt durch Holz und man muss ziemlich vorsichtig damit sein, bestenfalls also auf niemanden schießen. Zum Schluss wird die Pappe, die über dem Holzrahmen steht, mit dem Cutter entfernt. Die Kulissen sehen, wenn wir alles gut gemacht haben, täuschend echt aus.
Um kurz nach 12.00 Uhr gab es Reis mit Zucchini, das ist nicht gerade unser beider Lieblingsessen, war aber mit dem Schokopudding danach in Ordnung. In der Pause sind wir dann auf den Spielplatz gegangen.
Als wir wieder zurückgekommen sind, haben wir angefangen die Wände für Flos Zimmer blau zu streichen, erst einmal in Streifen, aber vielleicht entscheiden wir uns noch um und streichen alles blau. Ayse aus der Kostüm-Gruppe ist dann noch dazu gekommen, um uns zu helfen. Dass wir bei der Ausstattung arbeiten, finden wir wirklich gut, denn das ist genau die Gruppe, in die wir wollten. Guckt euch unbedingt den Film an, unsere Kulissen sind dabei!
Wir verabschieden uns mit einem "3, 2, 1...Klappe zu!",
Vanessa und Carlotta
Do
06
Okt
2011
3. Drehtag
3. Drehtag, das heißt Halbzeit! Heute erzählt Maria (9) aus der Schauspielgruppe, wie sie den Tag erlebt hat.
Für uns hat der Tag heute wieder um 9.30 Uhr begonnen. Zuerst haben wir uns in einem Kreis aufgestellt und Lucas hat erzählt, was heute gedreht wird. Mit einem "Film ab!" hat der Drehtag dann begonnen.
Danach haben wir uns wieder in unsere Gruppen aufgeteilt. Ich gehöre zu der Schauspielgruppe und spiele den "Räuber" Kalle. Da wir erst einmal nicht am Set gebraucht wurden, haben ich und die anderen "Räuber" an der Trickboxx einen Animationsfilm gedreht. Nach dem wir damit fertig waren, sind wir in den Proberaum gegangen um dort für die Szenen zu proben, die heute und morgen gedreht werden. Wir üben immer erst einmal die Szenen zusammen, bevor wir damit vor die Kamera gehen. Am Anfang der Woche haben wir z.B. verschiedene Übungen gemacht, um unsere Rolle besser kennen zu lernen. Dazu haben wir uns ein Tier ausgesucht, von dem wir meinen, dass es Charaktereigenschaften unserer Rolle hat. Ich habe einen Fuchs nachgespielt, weil ich meine Filmfigur Kalle als fies, egoistisch und auch irgendwie cool beschreiben würde.
Zum Schauspielern braucht man eine kräftige Stimme, man muss auch langsam und schneller sprechen können. Mir gefällt, dass man sich in eine andere Person versetzen kann und so mal jemand anderes ist. Geduld braucht man auch, denn es kann vorkommen, dass man bei den Dreharbeiten ziemlich oft die gleiche Szene drehen muss. Allerdings hilft das auch dabei sich gut in die Rolle hinein zu versetzen.
Ich hoffe ihr verfolgt weiter unsere Dreharbeiten
Maria
Di
04
Okt
2011
2. Drehtag
Der 2. Drehtag ist um und Cihan aus dem Team Kamera lässt uns an seinen Erlebnissen teilhaben.
Nachdem ich heute Morgen gefrühstückt habe, bin ich mit dem Fahrrad zur Schule gefahren, um dort Stella und die anderen Kinder zu treffen. Von dort aus sind wir gemeinsam zum Drehort gefahren.
Kurz nachdem wir angekommen sind, haben wir schon angefangen zu drehen, diesmal eine Szene vor dem Ernst-Thälmann-Denkmal. Das steht auf einem wirklich großen Platz.
Um 12.00 Uhr haben wir Mittagspause gemacht und Nudeln gegessen, nach dem Essen sind die meisten in den Park spielen gegangen. Ich habe in der Zeit zusammen mit Anja mit einer Frau vom rbb telefoniert, die in dieser Woche noch ein Interview mit mir geplant hat.
Als die anderen wieder vom Park zurückgekommen sind, haben wir weiter am Ernst-Thälmann-Denkmal gedreht. Ich habe das Stativ zum Drehort getragen und auch aufgebaut. Dabei muss man bestimmte
Dinge beachten, z.B prüft man mit einer Wasserwaage, ob die Kamera auch gerade steht. Später habe ich mit den anderen aus meinem Team abwechselnd die Kamera bedient. Diese ist mit einem Monitor
verbunden, auf dem die Regie prüfen kann, ob auch alles mit dem Bild stimmt. Es darf da niemand anderes außer der Darsteller zu sehen sein, genauso wenig wie die Tonangel. Um eine Szene zu
verfilmen, drehen wir verschiedene Aufnahmen. Heute haben wir einen kleinen Boxkampf gedreht, bei dem wir zuerst alle an der Szene beteiligten Darsteller im Bild hatten, das nennt man dann eine
Totale, und später eine Nahaufnahme vom Gesicht und den Boxhandschuhen.
Am Ende des Drehtages haben wir uns im Kreis mit einem "3, 2, 1...Klappe zu!" verabschiedet.
Tschüß und ich freue mich, wenn ihr unseren Film guckt!
Cihan
Mo
03
Okt
2011
1. Drehtag
Heute war es endlich soweit, die Dreharbeiten haben begonnen.
Um 9.30 Uhr morgens haben wir uns zusammengefunden und uns in die verschiedenen Bereiche begeben. Da gibt es Regie, Kamera, Ton, Ausstattung, Kostüm und last but not least die Schauspieltruppe. All diese Dinge sind wichtig für unseren Film, der in diesem Jahr den Titel "Die magischen Boxhandschuhe" trägt. Die Geschichte handelt von Flo, einem Jungen, der sich gegen eine 4-köpfige Bande behaupten muss, und einer guten Fee, hauptberuflich Putzfrau, die ihm dabei zur Seite steht. Ähnlich zauberhaft geht es bei uns hinter den Kulissen zu: Schon kurz nach 11.00 Uhr laufen einem im Gebäude stylisch aussehende Bandenmitglieder über den Weg, ein ganzer Schulflur entsteht mitten im Raum und nur wenig später ist die erste Szene im Kasten.
Um 12.30 Uhr machen dann alle eine Pause und es gibt jede Menge Pizza zu essen.
Noch eine halbe Stunde vor 15.00 Uhr, dem offiziellen Ende des Drehtags, wird eine Außenszene gedreht, bei der die "Bandenmitglieder" Skateboard und BMX-Räder fahren. Ganz wichtig dabei ist der Ton, damit der Kinozuschauer später die Personen gut hört, trotz Wind und anderen Nebengeräuschen. Die Kinder, die für den Ton zuständig sind, erzählen, wie anstrengend es ist, die Tonangel zu halten, dass der Ton-Recorder besonders wichtig ist um genau zu hören, wie gut die Klangqualität ist und dass sie sogar einen Tonbericht führen müssen. Manchmal ist es auch schön Pause zu haben und nur die Handlung zu verfolgen, obwohl die Schauspielkinder ganz schön oft den gleichen Satz wiederholen müssen, bevor alles perfekt sitzt. Zum Drehschluss wird Beifall geklatscht und dann kommt noch einmal das ganze Team zusammen, bildet einen Kreis und verabschiedet sich mit einem "3, 2, 1...Klappe zu!"